Eine Woche vor dem Rennsteig steigt wieder die Vorfreude. Zwar bin ich weniger als in den Vorjahren gelaufen, doch die beiden 50er waren problemlos, so dass ich fast unaufgeregt bin. Aber Vorsicht - 73 km wollen erst mal gelaufen sein.
Zeitambitionen habe ich eher weniger. Nach 8:40 h, 8:34 h und 8:31 h wäre etwas unter 8:30 schon nett, aber eigentlich ist das immer noch weit unter meinen theoretischen Möglichkeiten. Nach allen Erfahrungen läuft es sowieso oder halt auch nicht. In Würde anzukommen, ist bei einem längeren Ultra immer noch mein Hauptziel, auch wenn der 41. Rennsteiglauf meine 49. Lauf über die Marathonstrecke oder länger sein wird.
Nachdem ich in diesem Besinnungsaufsatz mein Innerstes aufgedeckt habe, gibt es auch noch eine skurrile musikalische Einstimmung.
Ich freue mich all die Laufverrückten in Schmiedefeld zu sehen und wer nicht dort ist, hat was verpasst. (Nachmeldungen sind möglich, außer beim HM - aber wer will da schon laufen?)
Laufen und mehr
Perseverance is a Great Substitute for Talent
16. Mai 2013
4. Mai 2013
Alteburglauf: Wie läufst du an?
Diese Frage an meinen Lauffreund von seiner erwachsenen Tochter erschien mir für einen teils bergigen 10-km-Lauf reichlich absurd. Noch mehr verwirrt war ich über seine Antwort: "Einfach locker", hätte ich doch mit "Volle Pulle" geantwortet. Dabei muß ich zugeben, dass ich vor einer Hetzerei über 10 km mehr Schiß hatte, als vor gemütlichen 50 km über die Berge des Harzes in der vergangenen Woche. Außerdem kann man über 10 km irgendwie wenig berichten.
Fast überraschend ertönt der Startschuss. Obwohl ich recht weit vorn stehe, überhole ich etliche Läufer. Als ein deutlich schnellerer Bekannter im blauen Shirt vor mir auftaucht, bremse ich mich. Später stelle ich fest, dass ich den ersten Kilometer leicht bergan in 4:10 min/km gelaufen bin. Nach 2 km löst sich Blaushirt von mir, ich wurde etwas langsamer. In der Folge werde ich von Weißshirt, Quitschgrünshirt, Einanderesblaushirt und einigen mir nicht mehr erinnerlichen Shirts überholt. Verwunderlich finde ich, dass es vor allem bergan geschieht, während ich auf der geraden Strecke wieder aufschließe.
Irgendwann kommt dann das Ziel, ohne dass ich auf dem letzen Kilometer noch beschleunigen kann. Mit 46:08 min bin ich 1:15 min langsamer als vor zwei Jahren. Dabei ist die Strecke ca. 200 m kürzer. Für meine Zeit spielt die Harzquerung vor 6 Tagen wohl eine Rolle. Da ich kein Zeit für Fotos hatte, gibt es nur eine Grafik aus Sporttracks. Interessiert sicher keinen, sieht aber besser aus als nur Schrift.
28. April 2013
Im Schlamm durch den Harz
So schlimm war es gar nicht. Elke hatte in der Vorhersage etwas von 15 Liter Regen pro Quadratmeter gehört. So viel war es nicht, wenn es auch die erste Hälfte der Harzquerung über 51 km von Nordhausen nach Wernigerode eigentlich permanent regnete - leicht oder auch etwas mehr, aber nicht ganz ganz viel.Am Vortag habe ich noch mit Peter in eime Straßencafé des Startortes einen Erdbeereisbecher in der Sonne gegessen. Als wir dann beim Italiener einrückten, fing der Regen an. Am Start regnete es auch und Lars, der mich einst beim Thüringenultra begleitete, hatte ich fast nicht erkannt.
Der Regen durchweichte die schmalen Pfade der Harzquerung schön gleichmäßig und bedeckte sie mit einer Matschschicht.
Manchmal war auch kein Matsch da, z.B. wenn Pfützen den Weg bedeckten oder Bäche ihn querten. Über die Bäche führten kleine Brücken, die manchmal gerade waren oder alle Balken hatten und manchmal auch nicht. Manchmal waren da auch keine Brücken, dann musste man über den Bach springen. Oder man musste mit einem Fuß hineintreten, weil auf der anderen Seite keine Landefläche war.
Auf den Gleisen der Harzquerbahn war auch kein Matsch, aber da durfte man nur 100 m entlang laufen. Kaum Matsch war auch an meinem Lieblingsstück, dem Hangweg vom Sophienhof hinab ins Tal. Aber diese Strecke war irgendwie kürzer als sonst, obwohl sie unverändert war.
Nach 5:47:08 h war ich im Ziel - eine Viertelstunde später als gedacht, wegen dem Matsch. Auf jeden Fall war es anstrengend und auch nicht so schön wie sonst, denn statt die Landschaft anzuschauen, starrte man nur in den Matsch. Aber die Schuhe konnte man sich gleich abspülen vom Matsch.
Die Harzquerung hat so ein Wetter einfach nicht verdient. Das nächste Mal will ich wieder Sonne!

15. April 2013
Es geht noch - Ultra am Bilstein
Ich wollte unbestechlich sein!
Als Dank für einen Bericht auf Marathon4you haben mir die Veranstalter des Bilstein-Marathons einen Freiplatz zukommen lassen. Um meine Unbestechlichkeit zu beweisen, wollte ich nun für Laufszene-Thüringen einen knallharten Verriß schreiben. Doch leider fand ich nun auch gar nichts, was man hätte anprangern können. OK, es hätte noch etwas frühlingshafter grün sein können, aber so richtig konnten die Veranstalter wohl nichts dafür.
Dabei war ich gespannt, wie es mir gehen wird, bin ich doch etwa 150 km weniger gelaufen als im vergangen Jahr zum gleichen Zeitpunkt und zwei lange Läufe über 28 km sind ja auch nicht so viel.
km 10: Es ist eine schöne Runde mit kleinen Schikanen
km 15: Mit netten Laufpartner geht es auf Forststraßen mäßig steil bergan.
km 20: Der Bergkamm ist erreicht - alles ok.
km 25: Trailige Abschnitte - es macht Spaß.
km 30: Ich laufe einige Kilometer mit Uwe - fühle mich gut.
km 38: Der Bilstein ist erreicht - ich laufe immer noch locker.
km 46: Die letzten 8 km bergab bin ich fast geflogen.
km 50: Ich laufe auch noch die Anstiege, alle in meiner Nähe gehen.
km 54: Der Sprecher im Ziel meint, ich sähe noch richtig gut aus - ich fühle mich auch so!
Das Versagen kommt erst am Kuchenbuffet. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich möchte.
Ich muß da wieder mal hin!
Der Bericht für Marathon4you hat diesmal Joe geschrieben.
Als Dank für einen Bericht auf Marathon4you haben mir die Veranstalter des Bilstein-Marathons einen Freiplatz zukommen lassen. Um meine Unbestechlichkeit zu beweisen, wollte ich nun für Laufszene-Thüringen einen knallharten Verriß schreiben. Doch leider fand ich nun auch gar nichts, was man hätte anprangern können. OK, es hätte noch etwas frühlingshafter grün sein können, aber so richtig konnten die Veranstalter wohl nichts dafür.
Dabei war ich gespannt, wie es mir gehen wird, bin ich doch etwa 150 km weniger gelaufen als im vergangen Jahr zum gleichen Zeitpunkt und zwei lange Läufe über 28 km sind ja auch nicht so viel.
km 10: Es ist eine schöne Runde mit kleinen Schikanen
km 15: Mit netten Laufpartner geht es auf Forststraßen mäßig steil bergan.
km 20: Der Bergkamm ist erreicht - alles ok.
km 25: Trailige Abschnitte - es macht Spaß.
km 30: Ich laufe einige Kilometer mit Uwe - fühle mich gut.
km 38: Der Bilstein ist erreicht - ich laufe immer noch locker.
km 46: Die letzten 8 km bergab bin ich fast geflogen.
km 50: Ich laufe auch noch die Anstiege, alle in meiner Nähe gehen.
km 54: Der Sprecher im Ziel meint, ich sähe noch richtig gut aus - ich fühle mich auch so!
Das Versagen kommt erst am Kuchenbuffet. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich möchte.
Ich muß da wieder mal hin!
Der Bericht für Marathon4you hat diesmal Joe geschrieben.
7. April 2013
Der Frühling kommt!
Die Bilder zeigen es zwar noch nicht, sind aber auch etwas irreführend. Einen Kilometer weiter und keine 100 Höhenmeter tiefer im Geratal ist der Schnee nur noch an schattigen Stellen zu finden. Ach ja - wir haben Anfang April.
Bei Sonnenschein und 6° waren es dann wenigstens 28 km.
Auf dem Rennsteig bei Oberhof sah es heute so aus. Aber ich will nicht mehr Ski fahren. Dennoch Danke an Steffen für das traumhafte Bild.
Bei Sonnenschein und 6° waren es dann wenigstens 28 km.
Auf dem Rennsteig bei Oberhof sah es heute so aus. Aber ich will nicht mehr Ski fahren. Dennoch Danke an Steffen für das traumhafte Bild.
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