Ich war recht aufgeregt, denn es war mein erster Stadtlauf ganz ohne
Berge und nur auf Asphalt. Der Lauf war ein tolles Erlebnis von der
Stimmung und den markanten Punkten an der Strecke von denen ich viele nicht kannte (Man sollte
einen Berlin-Reiseführer mitnehmen). Allerdings merkte ich auch, dass
die ebene Strecke dazu führt, nur nach der Uhr zu laufen, Berge sind da
entspannter.
Ich wollte die 4 h knacken und im Gegensatz zum Rennsteig es gleichmäßig
angehen. Bei km 4 traf ich auf einen Landsmann mit identischen Plan,
also liefen wir zusammen einen Schnitt von 5:45, nur die
Verpflegungsstellen von denen wir jede bei dem Wetter mitnahmen, holten
wir nicht auf - also alle 3 km 15 '' Verlust. Bei Halbmarathon waren wir
bei 2:03. Ich wollte ab km 28 noch etwas zulegen. Bei km 25 löste ich
mich vom Landsmann.
Allerdings merkte ich bei der leichten
Beschleunigung, dass mein Puls mächtig hochschoß. Die Berieslung von der
ich jede mitnahm, brachte nur kurze Entspannung so behielt ich mein
Tempo bei. Bei km 30 war mir klar, dass ich die letzen 12 km nicht ohne
Schaden in 65 min laufen kann. Also versuchte ich lächelnd ins Ziel zu
kommen - was mir nach 4:12 h einigermaßen gelang. Der Zieleinlauf Unter
den Linden durch das Brandenburger und an der Tribüne mit den jubelnden
Massen vorbei war berauschend.
Als Provinzblüte war ich auch beeindruckt
von der Orga. Auch wenn die 4 h nicht geknackt wurden hat es einfach
Spaß gemacht.
24.9.06
17.9.06
Lauf für die Wildkatze
Es war ein Spendenlauf zugunsten von Korridoren für die Wildkatzen, die damit einen Weg vom Harz über den Hainich zum Thüringer Wald finden sollten. Vom Flughafen Kindel liefen wir bei schönen Spätherbstwetter nach Ruhla.
Dort gab es zum Abschied noch ein Konzert von Keimzeit
Dort gab es zum Abschied noch ein Konzert von Keimzeit
3.9.06
Brückenlauf
Ein ganz besonderer Lauf war der Brückenlauf über die fast fertige aber noch nicht eröffnete A 73 zwischen Suhl und Schleusingen.
Das Profil war ungewohnt. Man lief vom Start 6,5 km in eine Richtung zum Wendepunkt Kreuz Suhl, der wohl ca. 100 HM tiefer lag. Die Steigung zurück war mit vielleicht 3 % zwar nicht schlimm, aber man sah wie es kilometerlang bergan ging. Bei der zweiten Schleife in der Gegenrichtung ab Schleusingen war es ähnlich. Andererseits war es toll, durch das sanfte Auf und Ab immerzu einen Blick auf die Läuferkette zu haben. Durch die Wendepunkte traf man zweimal die Spitzengruppe und bekannte Läufer, was auch immer wieder schön war.
Ich bin die ersten 13 km des kleinen Laufes mit einigen Freunden langsam in 1:23 h gelaufen. Vor allem dabei haben wir uns auch die Zeit genommen, über die Brückengeländer zu schauen und zu fotografieren. Die zweite Schleife sind wird dann etwas zügiger gelaufen, so dass ich die weiteren 19 km in 1:43 absolvierte - dabei die letzten 9,5 km bergauf etwa genau so schnell wie die Strecke bergab. Insgesamt waren es 3:06 h. Frustrierend war der kalte Regen auf den letzen 10 km, der den Erlebnischarakter des Laufes irgendwie zertörte.
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