Ich hatte die Läufer schon vor einigen Jahren gesehen, die stupide eine Stunde im Kreis auf der Tartanbahn liefen. Mir war klar, dass ist nichts für mich. Jetzt kommt aber der Potsdam-Marathon näher, bei dem ich versuchen will, auf Zeit zu laufen. Dazu braucht man Tempodauerläufe und so stand ich am Start. Eigentlich war mir unklar, wie man einen Stundenlauf angeht. Die 6 x 1000 m Intervalle bin ich neulich in 4:05 gelaufen, also erschien es mir sinnvoll, in 4:30 min/km loszulaufen. Um die Geschwindigkeit zu halten, hatte ich mir ein Autolap bei 200 m auf meinem Forerunner eingestellt. Allerdings musste ich zu meinem Entsetzten feststellen, dass die GPS gemessenen 200 m kürzer sind als eine halbe Stadionrunde. Es lief sich dennoch locker und wurde nicht langweilig, schon allein weil man nach einigen Runden häufiger überholte oder überholt wurde.

Nach 40 min entschloss ich mich, dass Tempo anzuziehen und aus dem 4:35 Schnitt wurde ein 4:15er. Jetzt überholte ich fast nur noch schwächelnde Läufer und bald fiel der Schuss, der das Ende signalisierte. Die Vermessung am Ende zeigte 13315 m. Was lerne ich daraus? Einen Stundenlauf sollte man leicht zu schnell angehen und das Sterben (möglichst auf den Punkt) in Kauf nehmen. Überrascht war ich, das meine Forerunner 13690 m behauptete.




