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Da ich in Münster einen Marathon schnell laufen will, bin ich gerade im intensiven Marathontraining. Ich könnte jetzt von irgendwelchen Intervallen und langen Läufen mit Endbeschleunigung auf asphaltierten Radwegen berichten. Aber eigentlich ist es langweilig. Auch mit dem erhofften Glück einer neuen Bestzeit ist es auf Dauer nicht meine Art zu laufen.
Da war der gestrige Sonntagslauf eher nach meinem Geschmack. Die Strecke führte von der
Talsperre Heyda über die
Reinsberge nach Arnstadt und war eine richtige Trailtour. Den Bergkamm erklomm ich ziemlich auf geradem Weg. Zwar brauchte ich nicht auf allen Vieren zu krabbeln, aber an Laufen war an den steilen Stücken nicht zu denken. Oben erreichte ich den „
Wanderweg von Bach zu Goethe“. Man hätte ihn auch weniger prosaisch Wanderweg von Arnstadt nach Ilmenau nennen können, aber für einen prämierten Qualitätswanderweg wäre dies wohl zu schnöde. Die Prämierung hat der Wanderweg durch die herrlichen Ausblicke von den steil abfallenden Muschelkalkfelsen in „berühmte“ Täler wie den Kleinbreitenbacher Kessel oder das Wipfratal verdient. Die Halskappe und die Wallreste der Reinsburg sind markante Höhen über die die Strecke führt.
Zum Glück hat man darauf verzichtet den Qualitätswanderweg zu einer Wanderautobahn auszubauen. Der Weg ist weitgehend ein gut ausgeschilderter Pfad teilweise mit Wurzelstrecken, Brennnesselrändern und immer wieder mit steilen Auf- und Abstiegen durch den eingeschnittenen Bergkamm. Da die meisten Wanderer lieber auf den Rennsteig mit seinen weniger sehenswerten Fichtenkulturen unterwegs sind, traf ich auf den 15 Kilometern mit 400 Höhenmetern keinen einzigen Menschen. Dafür war es Laufgenuss pur - ganz nach Gefühl und Laune.
Hier ist die Strecke. Unter "Mehr" kann man sich auch viele Bilder von der Gegend anschauen. Da ich keinen Fotoapparat dabei hatte, kann ich selbst nur mit zwei Winterbildern von der Strecke dienen.