29.3.11

Manche Läufe sind fast peinlich

Über fast 30 km wurde das Bratwurstfeuer vom Bratwurstmuseum in Holzhausen zur Eröffnung der Bratwurstsaison auf den Domplatz in Erfurt getragen. Dort marschierten wir mit Blaskapelle ein. Zum Glück bauchte ich mich nicht so kleiden wie die Herren in gelbgrün auf dem Bild.


Allerdings wurde beim Lauf selbst kein Bier sondern Wasser aus der Drei-Brunnen-Quelle getrunken.

20.3.11

Spazierengehen...

...ist auch mal schön. So wie heute auf der Märzenbecherwiese bei den Drei Gleichen.


Ach so, heimgelaufen bin ich auch noch. Es wurden dann 22 Kilometer mit 350 Höhenmetern mit allen Umwegen.

13.3.11

Testlauf

Das Wetter war mild und so nutzte ich den Sonntag für eine Streckenerkundung für meinen 50er. Die meisten langstreckenlaufenden Leser meines Blogs dürften eine Einladung bekommen haben zu meinem privaten 50er aus besonderem Anlass. Wer noch keine Einladung hat und am 30. April  über die Reinsberge in Thüringer Vorland mit in der Gruppe zotteln möchte, möge sich bei mir melden.  Zur heute getesten Kernstrecke über die Berge kommen noch zwei Schleifen á 9 km hinzu. Ein bißchen enttäuscht war ich von den Wolken, die schönere Fotos verhinderten. Von der Strecke war ich allerdings wieder selbst begeistert. Sie dürfte gefallen. Für mich waren es heute 33 km mit 680 Hm.




Bei km 8

Reinsburg bei km 11

Bei km 13

Kunstwanderweg Kleinbreitenbach bei km 34

6.3.11

Ein Halbmarathon im Schacht

Letztendlich ist Martin dran Schuld. Sein Blog enthält nicht nur schöne Bilder aus dem mir völlig unbekannten Pfälzerwald. Vor einiger Zeit hat er auch über bergige Wettkämpfe berichtet, die er im Vorfeld des Rennsteig-SM laufen will. Spätestens da kam die Lust bei mir auf, nach vier Monaten bewußter Abstinenz von Laufveranstaltungen wieder mal organisiert zu laufen.
Der Untertage-Halbmarathon in Sondershausen entsprach genau meinen Vorstellungen - nicht zu kurz, viele Berge und nicht zu kalte Temperaturen. Vor fast 5 Jahren bin ich hier schon mal beim Kristalllauf 10 km gelaufen und habe sogar einen Bericht geschrieben. Ich hatte also eine Vorstellung, was mich erwartete. Die Einfahrt im engen Förderkorb in das Bergwerk war wieder spannend, ging aber ohne Wartezeiten, da bei der diesjährigen Erstauflage des Halbmarathons sich nur 160 der möglichen 400 Läufer angemeldet hatten.
Die Hallen untertage sind beeindruckend - hier gibt es einen Konzertsaal, Kegelbahn und Restaurant.

Wie damals spielte die Bergmannskapelle am Start. "Glückauf der Steiger kommt " hatte hier eine doppelte Bedeutung, denn unmittelbar hinter dem Start fing die Steigung von 10 % an, die sich dann auch mal bis zu 18 % verstärkte. (Das Höhenprofil hat der Veranstalter zwar im Flyer aber nicht im Internet veröffentlicht). Nach 1,4 km hat man 120 Höhenmeter überwunden und die wärmste Stelle  der Strecke erreicht - und ich meine richtig warm. Dann ging es in stickiger Hitze 2 km nahezu eben und anschließend, 1,8 km wieder bergab. Am Ende jeder Runde wurde man mit frischer Luft am Förderkorb belohnt.
Die erste Runde lief ich gemütlich mit Lauffreund Heiko. Dabei bewunderten wir auch eine Art Autofriedhof. Am Rande der Laufstrecke standen dutzende alte Transporter, die einst hier Dienst taten. Als die Grube stillgelegt wurde, hat sie niemand für den Transport nach oben auseinander genommen. So sammelt sich auf ihnen eine dicke Schicht Salzstaub. Leider hatte ich den Fotoapparat nicht mit beim Lauf dabei.

Die zweite Runde lief ich dann schneller, ich wollte einen zügigen Trainingslauf machen, aber keinen vollen Wettkampf. Wichtig war für mich, alle Berge zu laufen. Dabei überholte ich regelmäßig viele gehende Läufer. Nach 37 min in der ersten Runde brauchte ich dann jede Runde 30 min. Trinken an den beiden Verpflegungsstellen war Pflicht, da die Wärme und 30 % Luftfeuchte den Körper auszehrten.
Dass man an den Verpflegungsstellen nett bedient wurde, muß unbedingt auch erwähnt werden. Die Zeit im Ziel von 2:07 fand ich dann doch etwas enttäuschend. Platz 60 von 138 Männern stellte die Zeit jedoch in das rechte Verhältnis. Mit 1:45 wäre man Zehnter geworden. Nach kurzer Verschnaufpause griff ich meinen zwischenzeitlich fallengelassenen Plan wieder auf und joggte noch eine weitere Runde. Dabei lernte ich Brigitta und Linda kennen, die in Ruhe ihre letzte Runde absolvierten. Als gute Tat transportierte ich noch einige Salzklumpen für ihre Kinder bis ins Ziel. Es hat sich gelohnt.