24.9.12

Oslo - Marathon ohne Petra

Eigentlich müßte ich Petras Arbeitgeber die Rechnung schicken, hat er sie doch daran gehindert, mit mir in Oslo den Marathon zu laufen, obwohl es letztes Jahr noch so vorgesehen war.  Dabei war die bei Expedia gebuchte Kombination aus Flug und Hotel noch das Günstigste in der mittlerweilen teuersten Hauptstadt der Welt, wo eine Pizza in einem normalen Restaurant nicht unter 22 Euro zu haben ist. Das Hotel Park inn war nur wenige Schritte vom Rathausplatz entfernt, wo der Start sein sollte. Die Idee in Laufsachen direkt zum Start zu gehen, verwarf ich angesichts von 5°C, Nieselregen und kaltem Wind. Waren nicht 12° und Sonne angesagt?

Das Rathaus liegt am alten Hafen und dort war der Start

So ein Marathonstart ist immer bewegend, jetzt löst sich die Spannung, es geht los. Schon nach zwei Kilometer sprach mich Marcel, der aus Suhl stammte, auf mein Shirt vom Rennsteiglaufverein an. Er wollte seine Begleiterin Daniela auf 3:45 h bringen. Das passte zu meinen Plänen. Wir erzählten uns von erlebten Laufabenteuern und bewunderten nebenbei die gediegenen Villen mit den Botschaften und dann schon bald den Fjord, in dem Segelboote aber auch eine Riesenfähre lagen. Marcel wurde in seinem Shirt mit der norwegischen Fahne ständig fotografiert - genialer Trick.

Über die zum Einkaufszentrum umgebauten alten Hafengebäude der Aker brygge erreichten wir nach 9 km wieder den Rathausplatz. Kurz danach musste ich wegen gewissen Bedürfnissen die beiden ziehen lassen. Ich nahm mir vor, allmählich wieder zu ihnen aufzulaufen und sah sie ca. 100 m vor mir.  Dann waren sie weg. 


Ich hatte kaum einen Blick für die spektakuläre Oper und scannte erfolglos die Läufer vor mir. Die Strecke ging immer noch am Fjord entlang, allerdings war das Ufer faktisch eine Baustelle. 


Nach einer Wendestelle ging es wieder 3 km über die Uferbaustelle im Gegenwind zurück. Die beiden sah ich immer noch nicht und ich nahm an, sie wären in den Fjord gefallen oder vom Troll geholt worden.  Das Tempo von 5:05 min/km hielt ich bei. An den Verpflegungsstellen mixte ich Powerade und Wasser. Die Bananen, wohl aus regionalem Anbau, waren grasgrün und unverdaulich.

Bei km 14 ging es in die Osloer Ausländerviertel. Der Begriff ist politisch sicher nicht korrekt, aber in den meisten anderen Stadtteilen Oslos werden eher selten Matratzen auf Märkten unter Straßenbrücken verkauft. Doch auch diese Stadtviertel  sahen keineswegs  runtergekommen aus - halt Norwegen. Hier sah ich die beiden an einer Wendestrecke  ca. einen Kilometer hinter mir wieder. Sie hatten sich zwischendurch in einem Dixie versteckt, als ich vorbei lief. Warten war keine Alternative, also lief ich allein weiter. 
Die letzten 3 km der Runde durch die Innenstadt waren wieder reines Sightseeing. Allerdings interessierte sich von den Menschen hier eigentlich niemand für die Läufer.

Am Rathausplatz ging es nach 1:48 h auf die zweite Runde. Ich lauschte in mich, es war schwerer aber nicht aussichtslos. Der Wind war aber inzwischen zum leichten Sturm ausgewachsen. Nach der Wendestelle an der Uferbaustelle bei km 33 blies er mir voll in das Gesicht und drückte meinen Schnitt auf über 6 min/km. 


 Danach war die Luft raus. Die 5:20 min/km, die ich für die inzwischen angestrebte 3:40 h hätte laufen müssen, waren nicht mehr drin. 



Bei 3:41:58 war ich im Ziel, was ich eigentlich ganz gut fand und meinen Vorbereitungen entsprach. Der Polser im Ziel war ein kleines  Wiener Würstchen im Eierkuchen und kostete umgerechnet 4,50 Euro. Die Rechnung schicke ich auch an Petras Chef!
Ach ja, die Bilder mit blauem Himmel stammen vom Vortag.

15.9.12

Lauf in den Abend

Einfach nur Bilder von einem schönen Lauf.
Kennt ihr auch diese rundum gelungenen Läufe?




3.9.12

Laufbilder bei Achim Achilles

Internet 2.0 ist ja so einfach. Man lässt die User arbeiten und verdient Geld damit. Auf der anderen Seite kommen so interessantere Dinge zusammen, die man in rein redaktionellen Beiträgen nicht immer findet. Beispiele sind das Forum Laufen-aktuell.de, das vor einigen Jahren von Runnersworld übernommen hat.

Achim Achilles hat auf seiner Internetseite die Leser aufgefordert, Laufbilder einzusenden, aus denen er einen Kalender gestalten will. Abgesehen davon, dass professionelle Fotografen wenig erbaut sein dürften, ist eine nette Sammlung zusammen gekommen. Auch drei Bilder von mir sind dabei. Das erste Bild zeigt meine Standardlaufstrecke bei Siegelbach im Winter, das nächste Bild ist ein Schnappschuss beim Saale-Rennsteig-Marathon und schließlich ein Bild vom Zugspitz-Extremberglauf aus dem Jahr 2006.
Wer Lust hat kann sie ja beim Voting bedenken oder auch andere schöne Bilder.
Jetzt müßte Achim Achilles mir eigentlich noch ein Bier für die Werbung ausgeben.